Grafenrheinfeld [97506]

Breitengrad 50° 0′ N
Längengrad 10° 12′ O
Ort Grafenrheinfeld [97506]
Kreis Schweinfurt
Bundesland/ Provinz Bayern
Postleitzahl 97506
Land BRD
Telefon +49 9723

Erzählend

Ort - Grafenrheinfeld [97506]

Grafenrheinfeld ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt und liegt am östlichen Mainufer südlich der Stadt Schweinfurt. Der Ort ist überregional durch das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld bekannt.

Die nächsten Nachbarorte sind Bergrheinfeld (im Westen, auf der anderen Mainseite), Schwebheim im Osten und Röthlein im Südosten.

Entlang des südwestlichen Ortsrandes von Grafenrheinfeld verläuft der Alte Main, ein unter Naturschutz stehender Altarm des Mains mit Röhrichtbeständen, Hochstaudenfluren, Weidengebüschen und Ufergehölzen (wichtiger Brut- und Rastplatz für Wasservögel).

Im Süden des Gemeindegebietes, am westlichen Ortsrand von Röthlein, befindet sich das Naturschutzgebiet Elmuß, ein vom Unkenbach durchflossener Auwald.

Geschichtliches
Im Jahre 741 wurde das Königsgut Raumfeld erstmals in einer Schenkungsurkunde König Karlmanns an das Bistum Würzburg erwähnt. 1688 erhielt Grafenrheinfeld das Marktrecht. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort durch Bombenangriffe größtenteils zerstört. Am Nachmittag des 24. Februar 1944 sowie in der Nacht zum 25. Februar 1944 wurde Grafenrheinfeld im Rahmen der Big Week von zahlreichen Flüssigkeitsbomben, Sprengbomben, Luftminen und einer Unmenge von Stabbrandbomben getroffen. Bei den beiden Angriffen waren 35 Todesopfer zu beklagen. 71 Wohnhäuser brannten nieder, 65 Wohnhäuser wurden schwer, 106 Wohnhäuser leicht beschädigt, 136 Scheunen und 116 Nebengebäude wurden ein Raub der Flammen.[1]

Einwohnerentwicklung
31. Dezember 2003: 3356
30. Juni 2005: 3345

Sehenswürdigkeiten
Doppeltürmige Katholische Pfarrkirche Kreuzauffindung
Alte Amtsvogtei von 1626 (heute ein Gasthaus) am Kirchplatz
Schatzkammer (neben der Pfarrkirche), hier ist der Kirchenschatz (liturgische Geräte und Textilien) ausgestellt
Fachwerk am Rathaus und am gegenüberliegenden Pflegerhaus (ehemals Rathaus)

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen
Am südlichen Ortsrand, an der Staatsstraße 2277 nach Röthlein befindet sich ein Gewerbegebiet mit verschiedenen Firmen
Das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld befindet sich ca. zwei Kilometer südwestlich des Ortes in der Nähe des Mains

Öffentliche Einrichtungen
Freizeitanlage Altmainschleife Nord mit Naturbadesee, am nordöstlichen Ortsrand an der Gochsheimer Straße gelegen
Kindergarten, Volksschule, Gemeindebibliothek, Turnhalle, Kulturhalle

Vereine
Turn- und Sportverein Grafenrheinfeld
Musikverein Grafenrheinfeld
Spielmanns und Fanfarenzug Grafenrheinfeld
Freiwillige Feuerwehr Grafenrheinfeld
Malteser Hilfsdienst Grafenrheinfeld

Verkehr
Grafenrheinfeld ist über die Autobahn A 70/E 48, Ausfahrten Schweinfurt-Hafen/Grafenrheinfeld oder Schweinfurt-Bergrheinfeld, erreichbar. Etwa drei Kilometer östlich des Ortes verläuft die Bundesstraße 286. Die Gemeinde ist an das Busliniennetz der Stadtwerke Schweinfurt angebunden. Durch Grafenrheinfeld führt der Main-Rad-Wanderweg; am jenseitigen Ufer verlaufen Werntal- und Main-Werra-Radwanderweg.

Quelle: www.wikipedia.de

Ortskarte

Ereignisreferenzen

  1. Wikipedia.org
      • Datum: 23.1.2012

Referenzen

  1. Baumann, Georg
  2. Gehles, Jakob
  3. Gehles, Martin
  4. Lang, Elisabeth
  5. Treutlein, Ursula