Auerbach [08209]

Breitengrad 50° 31′ N
Längengrad 12° 24′ O
Ort Auerbach
Kreis Vogtlandkreis
Bundesland/ Provinz Sachsen
Postleitzahl 08209
Land BRD
Telefon +49 03744

Erzählend

Ort - Auerbach

Auerbach, im Jahre 1282 erstmals erwähnt, gilt als Zentrum des östlichen Vogtlandes. Der 43,9 m hohe Schlossturm sowie die Türme der Stadtkirche "St. Laurentius" und der Katholischen Kirche "Zum Heiligen Kreuz" prägen die weithin sichtbare Silhouette der über 20000 Einwohner zählenden Stadt. Der historische Stadtkern im Bereich Nicolaikirche, Altmarkt, Neumarkt sowie den Bürgerhäusern sind bestimmt eine Fundgrube für historisch interessierte Besucher. Auerbach ist mit einer Höhenlage von 500 m wunderschön in die vogtländische Landschaft eingebunden.

In Hanglage über dem Flüsschen Göltzsch zu Füßen des Schlossturmes aus dem 12. Jahrhundert hat Auerbach seinen Gästen neben Historie auch Erholung, Kultur, Sport, gepflegte Gastronomie und gut ausgestattete Unterkünfte zu bieten. Viele kleine Parkanlagen geben der Stadt ihr unverwechselbares Gepräge. Die sanierte Innenstadt mit den Plätzen Altmarkt und Neumarkt, die durch eine Fußgängerzone verbunden sind, laden zum Einkaufsbummel ein.

Durchzogen vom zweitgrößten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands erwarten Sie hier optimale Erholungsmöglichkeiten. Naturschönheiten und kulturhistorische Sehenswürdigkeiten können Sie auf verschiedenen Vogtlandtouren per Auto, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß kennen lernen. Auerbach ist die einzige Stadt des Vogtlandes, die einen Segelflugplatz besitzt. Für sportlich interessierte Urlauber stehen Tennis- und Reitsportanlagen und Skiloipen zur Verfügung.

Im Kulturleben der Stadt bilden das Frühlingsfest, das historische Altmarktfest, die Auerbacher Kirmes sowie der traditionelle Weihnachtsmarkt jährlich die Höhepunkte. Am Ortsausgang befindet sich die "Göltzschtalgalerie Nicolaikirche". Die restaurierte Kapelle, deren Geschichte bis zum Mittelalter reicht, ist jetzt ein Ort für Konzerte und Ausstellungen. Das Museum bietet mit Schautafeln und Gegenständen einen historischen Einblick in über 700 Jahre Stadtgeschichte. Weiterhin sind wechselnde Sonderausstellungen Anziehungspunkt für Kulturinteressierte.

Am 1. April 1997 erhielt die Stadt den Status einer „Großen Kreisstadt“ als Ausgleich dafür, dass Auerbach durch die Bildung des Vogtlandkreises seinen Kreissitz verlor. Die Ortschaft Schnarrtanne/Vogelsgrün wurde am 1. Januar 1994, die Ortschaft Beerheide am 1. Januar 1999 und die Ortschaften Rebesgrün und Reumtengrün am 1. Januar 2003 eingemeindet.

Die Geschichte von Auerbach
Im Herzen des Vogtlandes entstand Anfang des 12. Jh., im Zuge der Besiedlung durch Franken, Bayern und Thüringen, als befestigter Punkt der Auerbacher Burgfried auf einem Talsporn im Osten. 1282 wird die Burg mit ihrem Burgherrn Conradus de Urbach, einem Vasall des Vogtes von Gera, Weida und Plauen, erstmalig urkundlich erwähnt. Im Zuge des sprachlichen Wandels vom Mittelhochdeutschen zum Niederhochdeutschen wurde wahrscheinlich aus „Urbach“ dann „Auerbach“.

Die mittelalterliche Stadt mit gitterförmigem Grundriss wurde im 14. Jahrhundert planmäßig durch Vögte von Plauen angelegt. Die Bürger wurden 1436 durch den Burgvogt mit dem Bierbrauen belehnt. Es entwickelten sich der Zinn- und Eisenerzbergbau. 1503 erhielt Auerbach ein Bergamt und wurde 1543 Bergstadt. Da es nun Pechgewerkschaften und Pechhütten gab, erhielt Auerbach im 17. Jahrhundert den Beinamen „Pechstadt“.

Immer wieder hatte man an den Folgen verheerender Stadtbrände – zehn große an der Zahl – sowie der Pest und des Dreißigjährigen Krieges, zu tragen. 1775 führte man die von Plauen kommende Herstellung von Barchent und Kattun in Auerbach ein. 1800 wurde die Stadt wichtigster Getreidehandelsplatz des Vogtlandes und des westlichen Erzgebirges. Zu Beginn des 19. Jahrhundert sind in der gegenüberliegenden Hanglage über der Göltzsch Wohnhäuser im Klassizismus und Jugendstil erbaut worden.

Mit der Errichtung von Bildungsanstalten, wie dem Königlich-Sächsischen-Lehrerseminar, einer Real-, Bürger-, Haushalt- und Weißwarenschule sowie einer Stickereifachschule wurde die Tradition der Schulstadt, welche mit der Errichtung einer ersten Knabenschule bereits 1529 ihren Anfang nahm, fortgesetzt. Ein normales rapides Wachstum war seit der Eröffnung der Eisenbahnstrecken in den siebziger Jahren des 19. Jahrhundert zu verzeichnen.

Nach kampfloser Übergabe im Mai 1945 an US-Truppen wurde Auerbach im September 1945 durch sowjetische Truppen besetzt. Ab 1980 entstanden im Westen der Stadt neue Wohngebiete. Nach der Vereinigung Deutschlands entstanden Industrie- und Gewerbegebiete, die die Grundlage für eine weitere Expansion der Stadt bildeten.

Zwischen Hügelland und Höhen um 500 m liegt es wunderschön eingebunden in die vogtländische Landschaft. Heute ist Auerbach Zentrum des östlichen Vogtlandes und Tor zum Naturpark „Erzgebirge/Vogtland“. Weithin sichtbar mit ihren Wahrzeichen, den drei Türmen, hat die „Drei-Türme-Stadt“ Auerbach einiges zu bieten.

Quelle: Stadtverwaltung Auerbach

Ortskarte

Ereignisreferenzen

  1. Wikipedia.org
      • Datum: 24.1.2012

Referenzen

  1. Johannes, Albert II